Starkbierfest 2016

AZ vom 29.02.2016

Gibt’s bald einen Vereinsvorstand für das ganze Dorf?

Mehr als 250 Besucher zu Gast beim Musikverein Nordendorf. Es wird dabei kräftig derbleckt Von Steffi Brand

Um halb zehn Uhr abends räumten die Musiker des Musikvereins Nordendorf ihre Instrumente von der Bühne des Bürgersaals. Nicht etwa, um das Starkbierfest zu beenden, sondern um Platz für die „scheinheiligen drei Bierkönige“ und Bavaria zu machen, die mit dem Derblecken zum Höhepunkt des Abends werden sollten. Die Politik im Dorf biete nur wenig Stoff, um thematisiert zu werden, verriet Stefanie Fuchsberger, die Vorsitzende des Musikvereins Nordendorf, bereits im Vorfeld, doch das Dorf und die Vereine dafür umso mehr. Und so sorgte bereits der Einzug der „scheinheiligen drei Bierkönige“ für tosenden Beifall und lautes Gelächter.

Die drei Redner Matthias Reiner, Thomas Hohler und Stefan Kaiser zogen dabei mit Feuerwehrhelmen und einem Spielzeugfeuerwehrfahrzeug durch die Menge der Gäste und steuerten die Bühne an, auf der bereits Stefanie Fuchsberger als Bavaria wartete. Dazu trällerten sie „Im Wagen vor mir fährt ein leeres Fahrzeug“ und spielten damit auf die Problematik einer nicht einsatzbereiten Ortsfeuerwehr an. Doch die Floriansjünger waren nicht der einzige Verein, der beim Derblecken aufs Korn genommen wurde. Auch der Bürgerinitiative, die gegen die Umbauten in der Kirche kämpfte, widmeten die „scheinheiligen drei Bierkönige“ ein paar musikalische Zeilen und lobten dabei schelmisch die Anführer der Interessenvertreter, die letztlich auch Pfarrer Walden zur „Aufgabe seiner Werke“ bewogen hatten.

Der Streit um tote Göckel, die buchstäbliche Wirtschafts-Losigkeit im Dorf sowie die „faulen Bauhofmitarbeiter“ waren weitere Themen, die das Trio zum Besten gab – und vom Publikum mit schallendem Lachen gelobt wurden. Die ironische Truppe stieß das Thema Führungskräftemangel in den Nordendorfer Vereinen an und machte sich auf, nach einem neuen Vorstand für alle Nordendorfer Vereine zu fahnden. Dazu durften zunächst die weit über 250 Gäste im Saal aufstehen – um nacheinander wieder aus dem Rennen um den Posten ausscheiden zu müssen, denn die „ Bierkönige“ legten einen strengen Kriterienkatalog an: Frauen kämen als Vorsitzende nicht infrage. Auch müsste das künftige Oberhaupt aller Ortsvereine ein waschechter Nordendorfer und trinkfest sein, Fußball spielen, ein aktives Mitglied der Feuerwehr und Ministrant sein. Die Liste schien endlos – und das Ergebnis stand am Ende fest: Matthias Reiner, Thomas Hohler und Stefan Kaiser, die „scheinheiligen drei Bierkönige“, werden fortan das „Nordendorfer Dreigestirn“ bilden.

Neben dem Derblecken konnte sich auch das weitere Festprogramm sehen lassen. Bereits zu Beginn des Starkbierfestes gaben die Musiker eine auf Nordendorf umgedichtete Version des Liedes „Dem Land Tirol die Treue“ zum Besten. Bürgermeister Elmar Schöniger zapfte das erste Fass an, und die Mertinger Schuhplattler und Goißlschnalzer zeigten eine gelungene Vorstellung. Die Gesangsdarbietungen von Nicole Hefele und das große „Von Freund zu Freund“-Solo sorgten für weitere musikalische Höhepunkte.

Die Musikanten selbst fungierten bei „ihrem“ Fest als wahre Allrounder. „Wir sind flexibel“, erklärt die Vorsitzende Stefanie Fuchsberger, und freut sich, dass die Nordendorfer Musikanten nicht nur beim Musizieren selbst, sondern auch in der Küche, im Ausschank und beim Bedienen aktiv waren.

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Ehrungen

Im Rahmen des diesjährigen Jahresabschlusskonzertes wurden die bei der Vorstandschaftswahl 2015 ausgeschiedenen Vorstandsmitglieder verabschiedet. Die erste Vorsitzende Stefanie Fuchsberger bedankte sich ganz herzlich bei den ausgeschiedenen Mitgliedern für Ihren Einsatz und ihr ehrenamtliches Engagement. Nach langjähriger Tätigkeit schieden die passiven Beisitzer Hans-Dieter Liepert (drei Jahre), Gerda Schmitzer (sechs Jahre) und Edith Feistle (15 Jahre) aus der Vorstandschaft aus. Auch Maria Baumgartner, die drei Jahre das Amt des Jugendvorstands und sechs Jahre das Amt des erster Kassier innehatte, wurde von Stefanie Fuchsberger verabschiedet.

Eine ganz besondere Anerkennung durfte die Bezirksvorsitzende des ASM Bezirk 15, Angela Ehinger, Karlheinz Wiedenmann aussprechen. Er wurde von Angela Ehinger und Stefanie Fuchsberger mit der Ehrennadel in Gold mit Diamant der Bundesvereinigung Deutscher Musikverbände e.V. für 40 Jahre aktive Tätigkeit beim Musikverein Nordendorf ausgezeichnet. In Würdigung dieser herausragenden Verdienste spricht die Bundesvereinigung Deutscher Musikverbände e.V. Dank und Anerkennung aus. Als weitere Überraschung ernannte der Musikverein Nordendorf Karlheinz Wiedenmann zum Ehrenvorsitzenden. Seine Karriere beim Musikverein Nordendorf begann Karlheinz Wiedenmann als Jugendvertreter. Danach war er 12 Jahre erster Vorsitzender, 6 Jahre zweiter Vorsitzender und neun Jahre aktiver Beisitzer. Damit ist er DAS Urgestein des Musikvereins Nordendorf. Ohne seinen langjährigen Einsatz, sein Engagement, seinen Spaß am Musikmachen und am Vereinsleben, wäre der Musikverein Nordendorf nicht das, was er ist. Viele seiner Ideen und Vorstellungen haben den Musikverein Nordendorf die letzten Jahrzehnte geprägt. Dafür bedankten sich die Musiker ganz herzlich bei ihrem neuen Ehrenvorsitzenden.

 

 

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Jahresabschlusskonzert 2015

Darf ich bitten?

Mit dieser Frage forderte der Musikverein Nordendorf unter der Leitung von Andreas Thon seine Zuhörer auf, ihn auf eine Reise zu den Tänzen verschiedenster Kulturen zu folgen. Denn Tanz ist ebenso wie Musik eine ganz besondere Sprache ohne Worte, die alle Kulturen verbindet.

Die Reise begann mit dem Stück „A Klezmer Karnival“ von Philip Sparke. Klezmer beschreibt eine aus dem Judentum stammende Volksmusiktradition.Die Klezmorim, also die Musiker, spielen meist bei Hochzeiten und anderen großen Festen. Die Musik ist eine eigene Mischung aus Fröhlichkeit und Melancholie. In dem Stück sind unterschiedliche traditionelle Klezmermelodien verpackt. Das Hauptthema durchzieht das Stück in verschiedenen Tempi. Das Stück endet im rasanten Presto und mit einem ausdrucksstarken „Hoi!“. Eine alte irische Legende vom Kampf der guten Mächte gegen die bösen Mächte wird in der weltbekannten irischen Stepptanz- Show „Lord oft the Dance“ von Michael Flatley nacherzählt. In dem gleichnamigen Arrangement von Frank Bernaerts werden die Tänze „Cry of the Celts“, „Victory“ und „The Lord of the Dance“ zusammengefasst. Weiterlesen

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Jahreshauptversammlung 2015

Im Mehrgenerationenhaus Nordendorf begrüßte die 1. Vorsitzende des Musikvereins Nordendorf Stefanie Fuchsberger  die anwesenden aktiven und passiven Mitglieder zur Jahreshauptversammlung 2015. In ihrem Tätigkeitsbericht ging die Vorsitzende auf die Arbeit des letzten Jahres ein. Im vergangenen Jahr fanden 35 Proben und ein Probenwochenende statt und der Verein spielte bei 14 öffentlichen Auftritten.

Nachdem 2014 zum ersten Mal kein Faschingsumzug mehr veranstaltet wurde, organisierten die Musiker kurzer Hand ein Starkbierfest, das von der Dorfgemeinschaft begeistert aufgenommen wurde. Als herausragende Ereignisse nannte Stefanie Fuchsberger auch die Teilnahme am Wertungsspiel in Dinkelscherben sowie das Jahresabschlusskonzert unter dem Motto „Lust auf Lesen“. Außerdem wurden 2014 neue Trachten angeschafft, die beim Jahresabschlusskonzert zum ersten Mal präsentiert wurden. Nach Auflösung des Jugendblasorchesters der Verwaltungsgemeinschaft Nordendorf werden die Nachwuchsmusiker nun in Kooperation mit den Ehinger Musikanten in einem gemeinsamen Vororchester ausgebildet. Stefanie Fuchsberger bedankte sich vor allem auch bei Stefanie Kraus und Hubert Malik, die immer bereit sind einzuspringen, wenn der Dirigent verhindert ist. Weiterlesen

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Kirchenkonzert 2015

Am Ostermontag veranstaltete der Musikverein Nordendorf e.V. wieder sein Kirchenkonzert unter der Leitung von Andreas Thon. Die Musikanten bereiteten ihren Zuhörern mit klassischen Werken einen gelungenen Abschluss der Ostertage.

Begrüßt wurden die Konzertbesucher mit „Os Justi (Graduale)“ von Anton Bruckner. Nach dem ruhigen und feierlichen „Adagio for Winds“, einem Stück mit melodischer Weite und Ausdruckskraft von Jan van Roost, folgte mit „Prayer“ ein wundervoller besinnlicher Choral des belgischen Komponisten Bert Appermont.

Es folgte eine Reihe von Werken, bei denen Solisten ihr Können unter Beweis stellten. Julia Lohmüller verzauberte bei  der Romanza „Giudita“ von Alfred Bösendorfer das Publikum mit den   ausdruckssvollen, dunkel-samtigen Tönen ihrer Oboe. Aus der Messe „The armed man – A mass for peace“ gab Sebastian Thon das „Benedictus“ von Karl Jenkins am Euphonium zum Besten. Karlheinz Wiedenmann überzeugte mit dem bekannten und viel gespielten „You raise me up“ von Brendan Graham und Rolf Lovland. Bei dem flotten Gospel „Wade in the water“, dessen Text an die Flucht des israelitischen Volkes aus der Sklaverei in Ägypten erinnert,  riss Stefanie Kraus am Alt-Saxophon das Publikum mit.

Mit seinem Gesang verlieh Andreas Thon dem Stück „Gabriellas Sång“ von Stefan Nielsson aus dem Film „Wie im Himmel“ eine ganz besondere Note. Das bekannte Spiritual „He´s got the whole world in hin hands“ von Nicholas Duron rundete das gelungene Konzert des Musikvereins Nordendorf ab.

Das begeisterte Publikum entlockte den Musikanten nach minutenlangem Applaus noch mehrere Zugaben.  Eine davon war „Jesus berühre mich- Nur den Saum deines Gewands“ von Kurt Gäble, die Andreas Thon mit ausdrucksstarkem Gesang begleitete.

Ein besonderer Dank gilt auch Julia Maschke, die mit dem Vortrag von meditativen Texten das Konzert bereicherte.

 

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