Kirchenkonzert am 25. April 2011

Der Musikverein Nordendorf unter der Leitung von Andreas Thon gestaltete am Ostermontag bei seinem Kirchenkonzert in der Christkönigkirche eine besinnliche aber auch mitreißende Stunde mit Werken alter Meister und flotten Musikstücken.

Zu Beginn des Konzerts stand „Old English Tunes and Aires“, eine Suite aus Werken des 18. Jahrhunderts. Das majestätische „Prelude“ des englischen Komponisten John Worgan eröffnete das Kirchenkonzert. Das Präludium war ursprünglich ein den Gottesdienst eröffnendes Stück für die Orgel, doch auch von Blasinstrumenten gespielt, wirkte es eindrucksvoll. Darauf folgte ein munteres, fröhliches „Allegro“ und das „Trumpet Voluntary“. Das langsam und breit gespielte „Largo“ stellte den Gegensatz dazu dar. Die Suite endete mit einem „Air“ und dem „Trumpet Finale“.

Als nächstes Stück hörten die Zuschauer „Un Poco Larghetto“, den 6. Satz aus dem Concerto Grosso Nr. 6 von Georg Friedrich Händel, dessen Werke seit über 250 Jahren, und somit länger als die jedes anderen Komponisten, ununterbrochen zum Aufführungsrepertoire von Orchestern gehören. Pietro Mascagni, einer der wichtigsten Vertreter der italienischen Oper, schuf unter anderem die Oper „Cavalleria Rusticana“, die in einem sizilianischen Dorf am Ostermorgen spielt. Das „Intermezzo“, das vom Musikverein Nordendorf vorgetragen wurde, soll dabei den Osterfrieden der frommen Kirchengemeinde symbolisieren.

Beim nun folgenden Stück „Romantische Variationen“ gab Josef Widmann am Tenorhorn ein großartiges Solo. Der dunkle und runde Klang des Tenorhorns kam besonders bei den Kadenzen gut zur Geltung. Im Anschluss daran spielten die Musikanten das stimmungsvolle Werk „Il signore è con te“ von Kees Vlak. Flotte Rhythmen prägten das Spiritual „Nobody knows the trouble I´ve seen“, bei dem das Saxophonregister, bestehend aus Tenor-, Alt- und Baritonsaxophon, im Mittelpunkt stand. Das Spiritual will sagen: Niemand kennt meinen Ärger und meine Probleme. Aber die gute Nachricht ist, Jesus kennt sie, er kann sie mitfühlen. Er ist unser Erlöser.

Als Höhepunkt am Schluss des Konzerts gab der Musikverein Nordendorf „Hallelujah“ von Leonard Cohen, einem kanadischen Sänger und Songwriter zum Besten. Das Stück, das bereits von verschiedensten Künstlern interpretiert wurde und durch Film und Fernsehen beinahe legendären Status erlangte, verweist in seiner ursprünglichen Version auf König David, der auf seiner Harfe eine Melodie für Gott spielt. Die zweite Strophe bezieht sich auf Bathseba, der Mutter König Salomos. 2007 wurde „Hallelujah“ in der britischen Zeitschrift „Q“ in einer Rangliste als bestes Lied aller Zeiten genannt. Mit diesem stimmungsvollen und einfühlsamen Lied verabschiedeten sich die Musiker von ihrem Publikum. Die Zugabe „Think of me“ aus dem Musical „Phantom der Oper“ rundete das gelungene Konzert ab.

Der Erlös des Konzerts kommt der Renovierung der Kapelle „Zum Wiesherrgott“ in Nordendorf zugute.

 

Dieser Beitrag wurde unter Konzert veröffentlicht. Setze ein Lesezeichen auf den Permalink.